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Zahl der Verkehrsunfälle stagniert

Unfallstatistik Ingolstadt

Am Freitag kracht’s am häufigsten

Etwas weniger Verkehrsunfälle als im Jahr davor, und das trotz steigender Einwohner- und Kfz-Zulassungszahlen – so lautet kurz gesagt, die Meldung der Ingolstädter Unfallkommission. Genau 4.792 Verkehrsunfälle wurden 2018 von der Polizei im Stadtgebiet erfasst, 2017 waren es 4.839 gewesen. „Kleinere Bagatellschäden, die die Unfallbeteiligten selbst regeln, sind natürlich nicht darunter“, erklärt Johannes Wegmann, Leiter des Amts für Verkehrsmanagement.

Einer der Unfallschwerpunkte in der Stadt ist regelmäßig der Audi-Ring. 26 Mal hat es vergangenes Jahr dort gekracht. 18 Unfälle gab es auf der St 2214 zwischen Irgertsheim und der „Gabel“ und noch ein Unfallschwerpunkt ist die sogenannte Marktkaufkreuzung, an der die Zahl der Unfälle allerdings von 18 auf 14 zurückgegangen ist. Mit dem Ausbau des „Schneller Weg“, der demnächst in Angriff genommen wird, sollten sich die Unfallzahlen dort weiter reduzieren, hofft Franz Bäumler von der Ingolstädter Verkehrspolizeiinspektion.
Weitere Unfallschwerpunkte waren 2018 der Bereich Manchinger Straße / Südliche Ringstraße und Richard-Wagner-Straße / Hans-Stuck-Straße mit jeweils 10 Unfällen, sowie die Manchinger Straße / Salierstraße mit 14 Unfällen und die Schillerstraße / Goethestraße mit 9 Unfällen.

Die Stadt versucht natürlich mit baulichen Maßnahmen das Unfallrisiko zu senken. Gerade erst wurden beispielsweise sogenannte Leitschwellen an der Manchinger Straße auf Höhe der Erni-Singerl-Straße installiert, mit denen das Linksabbiegen verhindert wird. Es gab an der Stelle zwar bereits ein Linksabbiegeverbot, das aber immer wieder missachtet wurde.

Zwei Verkehrstote gab es 2018, ebenso viele wie im Jahr davor, verletzt wurden 908 Personen. (2017: 907). Auch alle anderen statistischen Zahlen bewegen sich laut Bäumler etwa auf dem Niveau des Vorjahres. So wurden 12 Schulwegunfälle aufgenommen (2017: 13) und 407 Unfälle mit Radfahrern (2017: 396). 339 Radler wurden dabei verletzt.
Unter den verunfallten Radfahrern standen dreißig, und damit deutlich mehr als im Jahr davor (23) unter Alkoholeinfluss. Das sei möglicherweise auch dem heißen Sommer mit vielen Biergartenbesuchen geschuldet, mutmaßt Franz Bäumler. Zweihäufigster Grund für Fahrradunfälle war das Benutzen der falschen Fahrbahn. Dennoch ging die Zahl der so erfassten Geisterradler deutlich zurück, von 76 in 2017 auf 25 im vergangenen Jahr.

Hauptunfallursache (24 %) bei den Kraftfahrern waren Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren. An zweiter Stelle (22 %) der ungenügende Sicherheitsabstand, gefolgt vom Nichtbeachten der Vorfahrt (11 %).

Der unfallträchtigste Tag war 2018 wieder der Freitag (807 Unfälle), während sich an Sonntagen die wenigsten Unfälle (347) ereigneten. Vierzig Prozent aller ausgewerteten Unfälle ereigneten sich zwischen 13 und 18 Uhr, insbesondere im Feierabendverkehr zwischen 17 und 18 Uhr.

Junge Autofahrer bzw. Fahranfänger waren mit 11,9 Prozent an Unfällen beteiligt, 9,5 Prozent waren älter als 65 Jahre.
Und wie schon in den vorangegangenen Jahren waren deutlich mehr Männer (knapp 54 %) als Frauen (knapp 30 %) an Verkehrsunfällen beteiligt. Etwa 16 Prozent der Unfallverursacher entfernten sich unerlaubt vom Unfallort, so dass das Geschlecht nicht ermittelt werden konnte.

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