9. Februar 2021 / Aktuelles aus der Region 10

Google Maps jetzt mit INVG-Fahrzeiten

Neues Echtzeit-Angebot erhöht den Komfort in Bus und Bahn

Google weiß jetzt auch, ob die Busse und Bahnen in Ingolstadt Verspätung haben: Seit Jahresbeginn können die Fahrgäste der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft über Google Maps die tatsächlichen Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Busse abrufen.

Seit Anfang 2021 werden alle Fahrplandaten, die von der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft veröffentlicht werden, zugleich auch immer an das so genannte Routing-Tool von Google-Maps gesendet.

Die Vorteile: Das neue Echtzeit-Angebot stellt die Abfahrtszeiten der Linien im Ingolstädter Stadtgebiet und den angrenzenden Gemeinden dar. So kann eine umweltfreundliche Fahrverbindung als Alternative zum Auto berechnet und die Navigation zur nächst gelegenen Haltestelle über Google genutzt werden.
„Unseren Fahrgästen steht nun ein weiterer Kanal für eine optimierte Fahrplanauskunft zur Verfügung“, erläutert INVG-Geschäftsführer Dr. Robert Frank. „Vor allem Neueinsteiger, Gelegenheitsnutzer und Touristen schätzen die integrierte Fahrplanauskunft über Google-Maps.“

Selbstverständlich ist der Service – wie alle digitalen INVG-Angebote – kostenlos und datenschutzkonform, betont der Geschäftsführer. „Wir wollen unseren Kunden, über viele verschiedene Wege die Möglichkeit bieten, sich Fahrplanauskünfte einzuholen und bauen damit Zugangshemmnisse ab“, so Dr. Frank.

In Google Maps werden alle Linien dargestellt, die auf der Homepage der INVG, der Fahrplanauskunft (www.invg.de/fpa) sowie der Fahrinfo-App zu finden sind. Außerdem sind in allen drei Systemen die Bahnverbindungen der gleisgestützten INVG-Partner (agilis – BRB – Deutsche Bahn) integriert. So werden auch überregionale Verbindungen angezeigt. Zu beachten ist, dass die Abfahrtszeiten der Züge in Echtzeit angegeben werden, während für die Abfahrtszeiten der Busse zunächst noch der reguläre Fahrplan angezeigt wird. Die Echtzeitdaten werden ebenfalls in Kürze zur Verfügung stehen.
Wie funktioniert die Abfrage in Google Maps? Nach Start der Anwendung am Smartphone geben Sie ein Ziel ein und tippen Sie auf „Route“. Tippen Sie oben am Bildschirm auf „Öffentliche Verkehrsmittel“. Optional tippen Sie auf „Optionen“, wählen das „bevorzugte Verkehrsmittel“ sowie die „gewünschte Route“ und bestätigen Sie mit „Fertig“. Nachdem Sie Ihre Fahrt ausgewählt haben, tippen Sie einfach auf „Anpinnen“, um später schneller auf diese Informationen zuzugreifen.
Die Daten über den Aufenthaltsort der einzelnen Fahrzeuge werden von der INVG gesammelt, über eine Schnittstelle zur Verfügung gestellt und dann von Google weiterverarbeitet.

Etwa sechs Monate arbeiteten Expertenteams der Firma Hacon in Hannover, der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft und des US-Konzerns zusammen, um das neue Angebot zu Jahresbeginn 2021 in Ingolstadt aus der Taufe zu heben. Neben technischen Herausforderungen standen die rechtlichen Voraussetzungen für die Datenübergabe im Vordergrund. „Unsere digitale Fahrplanauskunft wird in den nächsten Wochen weitere neue Funktionen erhalten“, kündigt Prokurist Hans-Jürgen Binner an. „Wir wollen bestmöglich und immer aktuell informieren und dabei Systeme einbinden, die sicher, stabil, übersichtlich und kundenfreundlich die Informationen zu Haltestellen, Linien und Fahrplänen darstellen.“
Google Maps integriert seit 2005 Daten öffentlicher Verkehrsmittel in den Service. Laut Branchenexperten werden die 200 Millionen Einträge auf den Karten von 220 Ländern und Territorien jeden Monat rund vier Milliarden Mal aufgerufen. Allein drei Milliarden Nutzer lassen sich zu Unternehmen navigieren.

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