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Flanierverkehr wird ausgebremst

Ab Freitag, 5. Juli 2019, Nachtfahrverbot rund ums Kreuztor

Von diesem Wochenende an macht die Stadt Ingolstadt ernst mit dem nächtlichen Fahrverbot auf der Kreuzstraße. Ab Freitag, 5. Juli, gilt ein Nachtfahrverbot in der Kreuzstraße und auf mehreren Zufahrtstraßen. Altstadtbewohner und -besucher werden nämlich vom sogenannten Flanierverkehr zum Teil massiv gestört und beeinträchtigt.

Schon seit Jahren besteht ein Durchfahrtverbot durch das Kreuztor, das aber von vielen Autofahrern ignoriert wird. Anfang Juni hat der Stadtrat deshalb beschlossen, nicht nur dieses Verbot in Zukunft konsequent durchzusetzen, sondern zugleich das Nachtfahrverbot auf mehrere Straßen im sogenannten Bermudadreieck auszuweiten, um Ausweichrouten von vorneherein zu blockieren.

In Zukunft sind täglich zwischen 20 und 5 Uhr sowohl die Durchfahrt durch das Kreuztor und dazu die Kreuzstraße selbst ab der Hausnummer 14 (gegenüber dem „Due“) in Richtung Innenstadt gesperrt. Die Tiefgarage Am Münster ist jederzeit erreichbar, zum Beispiel über Johannes- und Konviktstraße oder über den Oberen Graben und das kurze, nicht vom Nachtfahrverbot betroffene Stück der Kreuzstraße. Das Nachtfahrverbot gilt ab Freitag außerdem in der Kreuzschmiedstraße und in der Griesmühlgasse, die beide von Süden aus zur Kreuzstraße führen. Die Griesbadgasse darf im Bereich der „Neuen Welt“ nachts nicht mehr befahren werden.

Auf das Nachtfahrverbot weisen große Schilder hin. Ausgenommen vom Verbot sind nur Hotelgäste, Taxis, Bewohner mit Parkausweis und natürlich Notfall-Einsatzfahrzeuge. Die Polizei hat versprochen in den gesperrten Bereichen nachts regelmäßig zu kontrollieren.

Zunächst handelt es sich um einen sechsmonatigen Probebetrieb, bei dem überprüft wird, ob die Maßnahmen wirken. Sollte sich herausstellen, dass der nächtliche Flanierverkehr auf andere Straßen ausweicht, wird das nächtliche Fahrverbot auf weitere Innenstadtstraßen, etwa auf die Konvikt- und Bergbräustraße, ausgeweitet.
Anhand der Erkenntnisse aus dem Probebetrieb und der Rückmeldungen der Bürger wird die Stadt in einem halben Jahr entsprechende weitere Schritte hinsichtlich des Nachtfahrverbots veranlassen.

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