12. März 2022 / Aus aller Welt

Alec Baldwin weist Verantwortung von sich

Eine Kamerafrau kommt bei Dreharbeiten ums Leben. Ein Schuss hat sich aus der Waffe gelöst, die Alec Baldwin in der Szene in den Händen hält. Doch er fühlt sich für den Unfall nicht verantwortlich.

Nach dem Tod von Halyna Hutchins bei einem Filmdreh mit dem Hollywood-Star Alec Baldwin haben die Angehörigen der getöteten Kamerafrau Klage gegen ihn eingereicht.

Nach dem Tod einer Kamerafrau am Set seines Films hat der Schauspieler Alec Baldwin über seinen Anwalt die Schuld von sich gewiesen.

Der Tod von Halyna Hutchins sei eine «entsetzliche Tragödie», aber er sei nicht verantwortlich für den fatalen Unfall, heißt es in einem Schreiben von Anwalt Luke Nikas, aus dem die «New York Times» und «Deadline» zitierten.

In dem Schreiben führt Baldwins Anwalt aus, dass es beim Dreh andere Experten für die Sicherheit von Requisiten gebe. «Ein Schauspieler kann nicht entscheiden, dass eine Waffe sicher ist», heißt es in dem am Freitag veröffentlichtem Schreiben. «Das fällt unter die Verantwortung anderer Menschen am Set.»

37-seitige Erklärung

Außerdem beschreibt Baldwins Anwalt, wie Hutchins am Set den Schauspieler anwies, die Waffe zu halten. Er habe daraufhin den Abzug betätigt, aber nicht vollständig gespannt, als sich bereits der Schuss gelöst habe, heißt es weiter. Die 37-seitige Erklärung enthält auch Textnachrichten zwischen Hutchins' Witwer Matthew und Baldwin. Ursprünglich hatten US-Medien berichtet, dass die beiden nach Hutchins Tod am 21. Oktober vergangenen Jahres ein freundliches Verhältnis entwickelten.

Baldwin hatte dann im Dezember in einem Interview des Senders ABC gesagt, dass er nicht verantwortlich dafür sei, was passiert war. Inzwischen haben die Angehörigen der ukrainisch-amerikanischen Kamerafrau Mitte Februar eine Klage gegen Baldwin und andere Film-Mitwirkende in Santa Fe (New Mexico) eingereicht. 

Bei dem Vorfall auf der Filmranch des Westerns «Rust» waren die Chef-Kamerafrau Hutchins (42) tödlich verletzt und der Regisseur Joel Souza an der Schulter getroffen worden. Baldwin, der als Hauptdarsteller und Produzent bei dem Film mitwirkt, hatte die Waffe bei der Probe für eine Szene bedient. Ermittlungen ergaben, dass in dem Colt eine echte Kugel steckte. Die Untersuchungen der Polizei zur Frage, wie es dazu kommen konnte, dauern an.


Bildnachweis: © Charlie Neibergall/AP/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Innovatives Wohnkonzept für Betreutes Wohnen
Aktuelles aus der Region 10

NOVION gestaltet die Zukunft der Region 10

weiterlesen...
Wangerooge sucht neuen Leuchtturmwärter
Aus aller Welt

Wer sich für diesen Job bewerben möchte, sollte fit und schwindelfrei sein: Die Nordseeinsel Wangerooge sucht für seinen Alten Leuchtturm einen neuen Wärter - beim Wohnraum gibt es aber einen Haken.

weiterlesen...
Radfahren wird belohnt
Aktuelles aus der Region 10

Präsente für Winter-Radler/innen

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Briten rechnen mit 2,60 Pfund - und gewinnen 62 Millionen
Aus aller Welt

Der Jackpot bei der Lotterie Euro Millions war mit mehr als 123,4 Millionen Pfund prall gefüllt. Gut die Hälfte dieser Riesensumme geht an ein überglückliches Ehepaar aus Nordengland.

weiterlesen...
Schlag gegen russisch-eurasischen Geldwäscher-Ring
Aus aller Welt

Auch deutsche Ermittler waren in Berlin an dem Einsatz beteiligt. Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Finanzinstitut auf Malta.

weiterlesen...
Momfluencerin in USA wegen Kindesmisshandlung verurteilt
Aus aller Welt

Sie präsentierte sich als vorbildliche Mutter von sechs Kindern, gab Millionen Menschen Erziehungstipps in sozialen Medien. Bis das Bild ins Wanken geriet. Nun droht eine Gefängnisstrafe.

weiterlesen...