Der Mord an einem 15-Jährigen auf offener Straße hat in Madrid die Sorge vor einer Zunahme der Zusammenstöße zwischen brutalen Jugendbanden verstärkt. Der Minderjährige sei am Sonntag gegen 23 Uhr in Villaverde im Süden der spanischen Hauptstadt erschossen worden, teilte der Madrider Notdienst mit. Alle Wiederbelebungsversuche seien erfolglos geblieben. Ein von Schüssen in den Bauch getroffener 21-Jähriger sei zudem schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Die Umstände des Zwischenfalls seien noch unbekannt, die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen, hieß es. Der Angriff fand auf einer Esplanade des Arbeiter-Viertels Villaverde statt, auf der sich ein Kinderspielplatz und mehrere Tische befinden, wie die Zeitung «El País» unter Berufung auf Augenzeugen berichtete. «Die beiden Opfer saßen an einem dieser Tische, als sie von ihrem Angreifer überrascht wurden.» Die Behörden vermuten nach Medienberichten, dass es sich bei dem 15-Jährigen bereits um das fünfte Todesopfer der zunehmenden Zusammenstöße zwischen Jugendbanden handelt. «El País» spricht von einem «Krieg», dem dieses Jahr nach den Polizei-Ermittlungen mindestens vier Jugendliche im Alter 15, 18, 19 und 25 Jahren zum Opfer gefallen seien. Es gebe weitere Morde, bei denen die Ermittlungen noch zu keinem eindeutigen Schluss gekommen seien. Der Höhepunkt der Verbrechensserie wurde Anfang Oktober registriert, als innerhalb von nur 24 Stunden zwei Jugendliche erschossen wurden.«El País» spricht von einem «Krieg»
Bildnachweis: © Gustavo Valiente/EUROPA PRESS/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
15-Jähriger in Madrid auf offener Straße erschossen
Die spanische Zeitung «El País» spricht von «Krieg»: In Madrid eskalieren immer häufiger Zusammenstöße zwischen Jugendbanden. Die Jugendlichen gehen dabei brutal vor. Jetzt hat es wieder einen Mord gegeben.
Meistgelesene Artikel
- 20. Januar 2026
Leuchtender Himmel - Polarlichter über Deutschland zu sehen
Ein Sonnensturm sorgt für Polarlichter über Deutschland. Er ist so stark, dass das Lichtspektakel vom Norden bis zu den Alpen zu sehen ist.
- 8. Januar 2026
Schulausfall im Norden - Warnung vor extremer Lage
Starker Schneefall bringt das öffentliche Leben in Teilen Deutschlands durcheinander. Die Situation dürfte sich laut Wettervorhersage am Freitag verschärfen.
- 7. Januar 2026
Sturmtief Elli bringt noch mehr Schnee
Viel Neuschnee, Schneeverwehungen und Glatteis: Ein Sturmtief steuert auf Deutschland zu. Spannend - und turbulent - wird es ab der Nacht zum Freitag.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 24. Januar 2026
Dutzende Tote und Verletzte nach Schneefällen in Afghanistan
Die humanitäre Lage in Afghanistan ist ohnehin angespannt. Tagelange Schneefälle haben die Situation für die Menschen in Teilen des Landes nun weiter verschärft. Es gibt viele Tote und Verletzte.
- 24. Januar 2026
Unbekannte stellen Sattelauflieger auf Autobahn bei Bremen
Mitten in der Nacht blockiert ein Sattelauflieger sämtliche Fahrstreifen der A281. Ermittelt wird nun wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Ein Lastwagenfahrer verhindert Schlimmeres.
- 24. Januar 2026
Menschliche Überreste nach Erdrutsch in Neuseeland entdeckt
Nach dem Erdrutsch am Mount Maunganui suchen Helfer nicht mehr nach Überlebenden. Es geht inzwischen darum, Leichen zu bergen. Eines der Opfer kommt aus dem Ausland.










