Etwa 120 Menschen sind bei einem Straßenbahnunfall in der russischen Großstadt Kemerowo in Westsibirien verletzt worden. Rettungskräfte berichteten zunächst von einem Toten, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. 21 schwer verletzte Opfer wurden in Krankenhäuser aufgenommen, 84 Erwachsene und 10 Kinder durften nach der Erstversorgung nach Hause gehen. Ein Augenzeuge stellte ein Video mit der dramatischen Unfallszene ins Internet. Demnach rollte eine Straßenbahn ungebremst die Straße zum Fluss Tom hinab. Die Türen sprangen auf, Passagiere wurden auf die Straße geschleudert in den fließenden Autoverkehr. Gestoppt wurde der Wagen erst, als es durch eine Brückenauffahrt wieder leicht bergauf ging und er dort mit anderen Wagen zusammenprallte. Als mögliche Unfallursachen galten ein Versagen der Bremsen oder ein Fahrfehler. Bürgermeister Dmitri Anissimow sagte aber auch, dass die Straßenbahnzüge in seiner Stadt bis zu 40 Jahre alt und zu 80 bis 90 Prozent abgenutzt seien. Auch die Gleisinfrastruktur müsse erneuert werden. Kemerowo liegt etwa 3000 Kilometer östlich von Moskau. Die durch den Bergbau geprägte Stadt zählt gut eine halbe Million Einwohner.
Bildnachweis: © Uncredited/Russian Interior Ministry Kemorovo/AP/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
120 Verletzte bei Straßenbahnunfall in Russland
Zwei Straßenbahnen kollidieren in einer sibirischen Großstadt: Technisches oder menschliches Versagen? Der Bürgermeister spricht von einer Überalterung der Züge.
Meistgelesene Artikel
Schanzer News
- 10. Juni 2026
PUBLIC VIEWING ÜBERSICHT WM2026
Die große WM-2026-Public-Viewing-Übersicht für Ingolstadt und die Region ist da!
- 19. Mai 2026
15.000 Euro für die ambulante Pflege in Ingolstadt
Pressemitteilung Caritas
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 11. Juni 2026
Auto fährt in Schülergruppe in Niederlanden – Vier Tote
Ein Ausflug in den Niederlanden endet tragisch: Ein Autofahrer erfasst mit seinem Fahrzeug mehrere Grundschüler. Vier Menschen sterben, darunter drei Kinder, weitere werden schwer verletzt.
Nach dem spektakulären Einbruch in eine Gelsenkirchener Sparkasse Ende 2025 beginnen die ersten Zivilprozesse. Kunden fordern Schadenersatz, es geht um viel Geld. Die Lage vor Gericht ist komplex.
Ein Kinderpsychologe hat Christina Block, die keinen Kontakt zu ihren Kindern in Dänemark hatte, oft beraten. Er berichtet im Prozess, wie er die verfeindeten Eltern an einen Tisch bringen wollte.










