18. Juni 2026 / Soziales

Ein Assistenzhund für Silas: Ein kleiner Helfer mit großer Wirkung

Für Silas könnte ein Assistenzhund Sicherheit, Orientierung und mehr Lebensqualität bedeuten. Hilf mit, diesen Wunsch wahr werden zu lassen.

Ingolstadt – Wenn Silas Amadeo Zimmermann lacht, steckt seine Freude alle an. Der siebenjährige Ingolstädter liebt Minecraft, entdeckt die Welt mit großer Neugier und begegnet vielen Dingen auf seine ganz eigene Weise. Doch hinter seinem fröhlichen Wesen stehen Herausforderungen, die seinen Alltag und den seiner Familie maßgeblich prägen.

Silas lebt mit einer komplexen Entwicklungsstörung. Zu seinen Diagnosen zählen unter anderem eine kombinierte Entwicklungsstörung, eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS), Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwierigkeiten sowie weitere neurologische und entwicklungsbedingte Besonderheiten. Zusätzlich bestehen erhebliche Einschränkungen bei der sozialen Teilhabe, die von behandelnden Fachärzten und Kliniken dokumentiert wurden.

Für seine Eltern Miriam Ullrich und Andreas Zimmermann bedeutet dies einen Alltag voller Organisation, Begleitung und Unterstützung. Situationen, die für viele Familien selbstverständlich sind, können für Silas schnell zu einer großen Belastung werden. Neue Umgebungen, Menschenansammlungen oder unvorhersehbare Ereignisse führen häufig zu Überforderung und Unsicherheit.

Ein Assistenzhund als täglicher Wegbegleiter
Um Silas im Alltag zu unterstützen, möchte die Familie einen speziell ausgebildeten Assistenzhund anschaffen. Diese Hunde werden gezielt darauf trainiert, Menschen mit Behinderungen oder besonderen Bedürfnissen im täglichen Leben zu begleiten und zu unterstützen.

Ein Assistenzhund kann Kindern mit Entwicklungs- und Wahrnehmungsstörungen mehr Sicherheit, Orientierung und emotionale Stabilität geben. Darüber hinaus kann er helfen, soziale Kontakte zu erleichtern und das Selbstvertrauen zu stärken.

„Unser größter Wunsch ist es, dass Silas mehr Sicherheit und Lebensqualität gewinnt. Ein Assistenzhund könnte ihm genau das ermöglichen“, erklären seine Eltern.

Dabei betont die Familie, dass ein Assistenzhund nicht mit einem gewöhnlichen Familienhund vergleichbar ist.

„Viele fragen uns, warum wir nicht einfach einen normalen Hund anschaffen. Assistenzhunde lernen spezielle Aufgaben, die individuell auf die Beeinträchtigung ihres Menschen abgestimmt sind. Sie leisten Hilfen, die ein normaler Hund nicht übernehmen kann“, erklärt Miriam Ullrich.

Die Ausbildung erfordert eine außergewöhnliche Stressresistenz, höchste Konzentrationsfähigkeit sowie das sichere Beherrschen von Kommandos in unterschiedlichsten Situationen. Geprüfte Assistenzhunde verfügen zudem über besondere Zutrittsrechte und dürfen ihre Menschen nahezu überall begleiten.

Aufklärung über Rechte von Assistenzhunden
Neben der Finanzierung des Projekts möchte die Familie auch über die Bedeutung und Rechte von Assistenzhunden informieren.

„Assistenzhunde dürfen Menschen mit Behinderungen überallhin begleiten. Das Behindertengleichstellungsgesetz verpflichtet Betreiber öffentlicher und privater Einrichtungen wie Restaurants, Arztpraxen, Supermärkte oder Freizeiteinrichtungen, den Zutritt zu gewähren. Trotzdem erleben viele Betroffene immer wieder Unsicherheit oder Ablehnung, weil entsprechende Kenntnisse fehlen“, so Miriam Ullrich.

Geprüfte Assistenzhunde sind durch spezielle Kennzeichnungen erkennbar. Zusätzlich führt das Assistenzhund-Team einen offiziellen Lichtbildausweis mit sich.

Hohe Kosten stellen Familie vor große Herausforderung
Der Weg zum Assistenzhund ist jedoch kostspielig. Für Welpe, Ausbildung, Erstausstattung, Prüfungen und weitere notwendige Ausgaben entstehen Gesamtkosten von rund 20.625 Euro.

Dank der Unterstützung zahlreicher Vereine, Unternehmen und Privatpersonen konnten innerhalb von nur elf Tagen bereits 4.995 Euro gesammelt werden. Zudem wurden die Kosten für den Welpen von einem anonymen Unterstützer übernommen.

Dennoch besteht weiterhin eine erhebliche Finanzierungslücke.

Um die benötigte Summe aufzubringen, hat die Familie eine öffentliche Spendenkampagne gestartet. Bereits jetzt erhält das Projekt breite Unterstützung aus Ingolstadt und der Region.

Eine Stadt zeigt Zusammenhalt
Neben der Online-Spendenaktion sind verschiedene Benefizveranstaltungen geplant. Zahlreiche Unternehmen, Vereine und Einrichtungen beteiligen sich bereits mit Spendenaktionen, Sachspenden oder Sponsoring.

Mehrere Betriebe haben zudem zugesagt, ihre Räumlichkeiten während der Ausbildungszeit für praktische Trainingssituationen zur Verfügung zu stellen. Dadurch kann das zukünftige Assistenzhund-Team wichtige Alltagssituationen realitätsnah üben.

Die große Hilfsbereitschaft zeigt eindrucksvoll, wie viel eine Gemeinschaft bewegen kann. Jeder Beitrag – unabhängig von seiner Höhe – bringt Silas seinem Assistenzhund einen Schritt näher.

Gemeinsam Zukunft schenken
Für viele Menschen ist ein Hund ein treuer Freund. Für Silas könnte ein Assistenzhund weit mehr sein: täglicher Helfer, Beschützer, Orientierungshilfe und Brückenbauer zugleich.

Die Familie hofft deshalb weiterhin auf Unterstützung, damit dieser Wunsch Wirklichkeit werden kann.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Unterstützung finden Interessierte über die Spendenkampagne:

„Hilfe für Silas: Ein Assistenzhund könnte sein Leben verändern“

https://gofund.me/859304069

Denn manchmal kann ein kleiner Pfotenabdruck einen großen Unterschied im Leben eines Kindes hinterlassen.

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