In der Fragestunde des Ingolstädter Stadtrats am 18. Dezember 2025 thematisiert die AfD-Stadtratsfraktion die aktuelle Situation der Notfallversorgung in Ingolstadt und der umliegenden Region. Hintergrund sind strukturelle Veränderungen im Gesundheitswesen, die aus Sicht der Fraktion Fragen zur Versorgungssicherheit aufwerfen.
Konkret verweist die AfD auf die bereits erfolgte Schließung der Klinik Dr. Maul sowie auf die angekündigte nächtliche Schließung der Notaufnahme in Kösching ab Januar 2026. Diese Entwicklungen könnten nach Einschätzung der Fraktion zu einer stärkeren Belastung der Zentralen Notaufnahme (ZNA) am Klinikum Ingolstadt führen.
In einem Schreiben an Oberbürgermeister Dr. Michael Kern bittet Fraktionsvorsitzender, der Landtagsabgeordnete und Stadtrat Oskar Lipp, um Auskunft zu mehreren Punkten. Unter anderem möchte die Fraktion wissen, wie sich die Auslastung der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Ingolstadt seit der Schließung der Klinik Dr. Maul konkret verändert hat. Zudem wird nach Prognosen gefragt, welche Auswirkungen die nächtliche Schließung der Köschinger Notaufnahme auf die Auslastung und die durchschnittlichen Wartezeiten im Klinikum haben könnte.
Ein weiterer Schwerpunkt der Anfrage betrifft die Rettungsdienste und den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst. Die AfD-Stadtratsfraktion erkundigt sich, ob der Stadt Ingolstadt oder der Klinikumleitung bereits Erkenntnisse über eine erhöhte Belastung oder verlängerte Wartezeiten bei den städtischen Rettungsdiensten und Fahrdiensten seit den Teilschließungen vorliegen.
Abschließend fragt die Fraktion nach kurzfristigen Maßnahmen, die ergriffen wurden oder geplant sind, um eine mögliche Überlastung der Notfallstrukturen in Ingolstadt zu verhindern.
Die Antworten der Stadtverwaltung und des Klinikums sollen in der Fragestunde des Stadtrats öffentlich gegeben werden. Sie dürften auch vor dem Hintergrund der anstehenden weiteren Veränderungen in der regionalen Krankenhauslandschaft von Interesse sein.










