9. Dezember 2020 / Polizeimeldungen

Brandermittler der Kripo Ingolstadt klären Brandursache

Kinder gestehen Zündelei in Grundschule

Brandermittler der Kripo Ingolstadt klären Brandursache 

  • Gutachten schließt Defekt an Gebäudeelektrik oder Selbstentzündung aus
  • Kinder gestehen Zündelei in Grundschule

Wie bereits berichtet brach Mitte Oktober 2020 im Garderobenbereich eines Klassenzimmers einer Grundschule in Ingolstadt ein Feuer aus. Brandursächlich hierfür war den abschließenden Ermittlungen der Kriminalpolizei Ingolstadt zufolge die Zündelei zweier strafunmündiger Kinder.

Schon bei der Begehung der Brandörtlichkeit am 13.12.2020 erschien den Kriminalbeamten der Kripo Ingolstadt ein technischer Defekt als Brandursache als eher unwahrscheinlich. Um dies jedoch sicher ausschließen zu können, zogen die Beamten einen Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamts hinzu. Parallel hierzu erfolgten Anhörungen mehrerer Schüler. Dabei gerieten nach und nach zwei Kinder unter Tatverdacht, welche bei der polizeilichen Anhörung konkret mit dem Tatverdacht konfrontiert wurden und daraufhin die Zündelei an Bekleidungsgegenständen im Garderobenbereich einräumten. Der Einvernahme nach war die Idee der Kinder, ein echtes Feuer zu machen, wohl bei einem zurückliegenden Probealarm entstanden.

Etwaige strafprozessuale Maßnahmen brauchen die strafunmündigen Schüler nicht befürchten.

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Nähere Informationen sind dem u.  a. Pressebericht des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord vom 13.10.2020 zu entnehmen:

Brand in einem Klassenzimmer - niemand verletzt

In einer Grundschule in Ingolstadt in der Münchener Straße kam es heute (13.10.20) zu einem Brand in einem Klassenzimmer. Es wurde niemand verletzt. 

Kurz nach 10.00 Uhr ging über die Brandmeldeanlage bei der Integrierten Leitstelle Ingolstadt ein Feueralarm ein. An einer Garderobe im rückwärtigen Bereich eines Klassenzimmers im 3. OG der Antonschule Ingolstadt war ein Feuer ausgebrochen. Schüler befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht in dem Raum. Beim Eintreffen der verständigten Rettungskräfte hatten bereits alle Schulkinder und Lehrkräfte (ca. 370 Personen) das Gebäude verlassen und befanden sich in Sicherheit, so dass niemand verletzt wurde. Die Kinder konnten nach und nach von ihren Eltern an der Sammelstelle bei einer nahegelegenen Kirche abgeholt werden.

Neben 19 Kräften des Sanitäts- und Betreuungsdienstes rückten zur Brandbekämpfung Kräfte der Berufsfeuerwehr Ingolstadt sowie der Freiwilligen Feuerwehren Ingolstadt Mitte, Haunwöhr und Hundszell an. Mit insgesamt rund 40 Einsatzkräften der Feuerwehren konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht und das Feuer gelöscht werden.

Es entstand ein Sachschaden im fünfstelligen Bereich. Während der Löscharbeiten mussten die Münchener Straße und die Lindberghstraße gesperrt werden. 

Als Folge des Feuers ist ein Schulbetrieb an der Antonschule am morgigen Mittwoch nicht möglich.

Die Brandursache ist derzeit noch nicht geklärt. Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen aufgenommen und wird dabei von einem Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamtes unterstützt.