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Für ein besseres Sicherheitsgefühl

Für ein besseres Sicherheitsgefühl

Ingolstadt ist eine der sichersten Großstädte Deutschlands. Trotzdem ist Sicherheit zurzeit aber auch hier ein großes Thema. Polizei und Stadt arbeiten eng zusammen, um vor allem der „gefühlten Sicherheit“ der Bürger Rechnung zu tragen. Dabei wurden seit dem Sommer in intensiven Gesprächen mehrere Maßnahmen erarbeitet, die dazu beitragen sollen, die „gefühlte“ und die „tatsächliche“ Sicherheitslage in Ingolstadt weiter zu verbessern. Große Veranstaltungen, wie das Volksfest, werden seitdem noch besser geschützt, etwa durch Einzäunungen, Personenkontrollen, Rucksackverbote und ähnliches. Dabei entscheiden die Sicherheitsbehörden je nach Veranstaltung individuell, um unverhältnismäßige Auflagen zu vermeiden.

Am besten wird das „subjektive Sicherheitsgefühl“ der Bürger durch die Präsenz von Polizei- und Sicherheitskräften gestärkt. Der Stadtrat hat deshalb die Fortführung des Kommunalen Ordnungsdienstes für weitere zwei Jahre beschlossen. Und auch die Sicherheitswacht wird durch zusätzliche Ehrenamtliche aufgestockt. Parallel dazu soll auch die Polizei zusätzliche Beamte bekommen. 20 weitere Sollstellen für die Polizeiinspektion Ingolstadt sind bereits zugesagt. Der Freistaat wird zwischen 2017 und 2020 jedes Jahr zusätzlich 500 Polizisten einstellen, die dann an die Polizeipräsidien verteilt werden. Dabei wird auch an die Belastungssituation der Ingolstädter Polizeiinspektion gedacht. Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel unterstützt den Wunsch der Polizei nach zusätzlichen Kräften: „Wir fordern eine überproportionale personelle Aufstockung der Ingolstädter Polizei. Ich lass hier nicht locker und werde erst Ruhe geben, wenn der letzte von uns geforderte Polizist seinen Dienst hier auch angetreten haben wird“, so Lösel in seiner Haushaltsrede.

Als weiteres Mittel für mehr Sicherheit überprüft die Polizei Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Die Polizeiinspektion unterhält schon seit vielen Jahren am Zentralen Omnibusbahnhof eine Kamera, die Livebilder zur Polizei übermittelt. Diese Kamera hat bereits wertvolle Dienste geleistet und trug auch schon dazu bei, dass Straftaten verhindert werden konnten. Eine weitere Videoanlage existiert am Audi Sportpark. Die Polizei Ingolstadt prüft in Abstimmung mit der Stadt derzeit, inwieweit weitere öffentliche Plätze und Wege für den Einsatz von Videokameras geeignet sind. Eine Option ist die Mitnutzung der INVG-Kameras an Haltestellen durch die Polizei. Die INVG hat außerdem bereits im Juli vergangenen Jahres den Aufbau eines kamerabasierten Sicherheitssystems im ÖPNV beschlossen. Nachdem die technischen Details geklärt waren, konnten im August die Aufträge für die notwendigen Baumaßnahmen für die Leitungsanbindung erteilt werden.

Mitte Dezember folgt nun der Testbetrieb und zum Jahreswechsel der Regelbetrieb durch die INVG-Leitstelle am Nordbahnhof. Folgende Haltestellen sollen mit Kameras ausgerüstet werden: Rathausplatz, Schutterstraße, Nordbahnhof, Audi-Sportpark, ZOB, Hauptbahnhof und Brückenkopf. Die datenschutzrechtliche Klärung für die Aufzeichnung der Bilder läuft derzeit noch.

Foto: Stadt Ingolstadt / Michel

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