Die Zahl der Ebola-Toten im Kongo ist auf mehr als 2.000 gestiegen. Nach Angaben der kongolesischen Regierung sind knapp drei Monate nach der offiziellen Bekanntgabe des Ausbruchs 2.011 Menschen an der hochansteckenden Krankheit gestorben. 4.381 Menschen erkrankten in diesem Zeitraum an Ebola, 704 werden derzeit in Isolierstationen behandelt. Die Sterblichkeitsrate beträgt den Angaben zufolge derzeit 45,9 Prozent. Jean Kaseya, der Direktor der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC, hatte erst vor wenigen Tagen betont, die Zahl der Erkrankten und Verstorbenen in den ersten zwölf Wochen des Ausbruchs sei achtmal beziehungsweise mehr als sechsmal so hoch wie im gleichen Zeitraum in dem bisher schwersten Ausbruch in Westafrika in den Jahren 2014 bis 2016. Und während im bisher schwersten Ebola-Ausbruch im Kongo von 2018 bis 2020 insgesamt 3.400 Menschen erkrankten, sei die Zahl der Patienten im aktuellen Ausbruch in nur zwölf Wochen auf rund 4.000 gestiegen. Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und löst ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit Anfang Juli läuft die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren. Angesichts der Schwere des Ausbruchs soll zudem abgeklärt werden, ob der Erreger womöglich mutiert ist. Besondere Sorge bereitet den Experten, dass derzeit rund 86 Prozent der neuen Ebola-Fälle nicht auf die nachverfolgten Kontakte von bestätigten Fällen zurückzuführen sind. «Wir glauben, dass es mehr und mehr Fälle gibt, die nicht gemeldet werden», sagte Kaseya. Um den Ausbruch erfolgreich einzudämmen, ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO aber nötig, etwa 95 Prozent der Kontakte von Ebola-Patienten nachzuverfolgen. Hinzu kommt: Das Zentrum des Ausbruchs befindet sich in der nordostkongolesischen Provinz Ituri, die von Unsicherheit und einer großen Zahl von Binnenflüchtlingen geprägt ist, die unter äußerst beengten Verhältnissen leben. Zahlreiche andere Fälle gibt es in den Provinzen Nord- und Süd-Kivu, in denen die Sicherheitslage ebenfalls ein großes Problem ist. Die Provinzen Nord- und Süd-Kivu werden von Rebellen kontrolliert, die gegen die Regierung und mit ihr verbündete Milizen kämpfen. In Ituri greift die mit der Terrormiliz IS verbündete Rebellengruppe ADF Dörfer an.Bisher kein Impfstoff
Kontaktverfolgung ist schwierig
Ausbruch in einer Region voller Gewalt und Unsicherheit
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Schon mehr als 2.000 Ebola-Tote im Kongo
Knapp drei Monate nach Bekanntgabe des Ebola-Ausbruchs im Kongo sind bereits mehr als 2.000 Menschen gestorben. Die Zahl der Toten und Erkrankten stieg in keinem vorangegangenen Ausbruch so schnell.
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