Ein kalifornischer Arzt ist im Zusammenhang mit dem Tod des früheren «Friends»-Star Matthew Perry zu acht Monaten Hausarrest und 300 Stunden Sozialdienst verurteilt worden. Eine Gefängnisstrafe blieb dem 55-jährigen Mediziner erspart, wie US-Medien unter Berufung auf die Entscheidung eines Gerichts in Los Angeles berichteten. Er hatte sich schuldig bekannt, das Narkosemittel Ketamin für den suchtkranken Schauspieler beschafft zu haben. Laut der Anklage soll der Arzt aus San Diego einem Kollegen in Los Angeles unter anderem mit einem gefälschten Rezept eine größere Menge Ketamin für Perry verkauft haben. Der 44 Jahre alte Mediziner aus Los Angeles lieferte es direkt an den Schauspieler - und wurde Anfang Dezember zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Der nun verurteilte Arzt kam glimpflicher davon, weil er nach Angaben seines Anwalt früh seine Schuld eingeräumt und mit den Behörden kooperiert hatte. Außerdem gab er bereitwillig seine ärztliche Lizenz ab. Der Anwalt sprach deshalb von einem fairen und gerechten Strafmaß. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten nach Perrys Tod schwere Vorwürfe gegen fünf Festgenommene erhoben - sie sollen unter anderem seine Suchtprobleme ausgenutzt haben, um sich zu bereichern. Neben den beiden Ärzten haben auch die anderen mittlerweile ihre Schuld eingeräumt, darunter ein Assistent des Schauspielers und eine Drogenlieferantin. In diesen Fällen wird das Strafmaß 2026 erwartet. Die längste Strafe von bis zu 65 Jahren Gefängnis droht der als «Ketamin-Königin» bekannten Dealerin. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lieferte die Frau unter anderem jene Dosis des Narkosemittels Ketamin, die zum Tod des Schauspielers führte. Perry war am 28. Oktober 2023 im Alter von 54 Jahren tot im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles gefunden worden. Der Tod des Schauspielers, der mit der 1994 bis 2004 in den USA produzierten TV-Serie «Friends» über sechs junge Freunde in New York weltweit berühmt gewordene war, löste weltweit Bestürzung und Trauer aus. Zuvor hatte Perry hatte wiederholt öffentlich über seinen Kampf gegen Suchterkrankungen gesprochen. Berichten zufolge hatte er sich wegen Depressionen und Angstzuständen einer Ketamin-Therapie unter ärztlicher Aufsicht unterzogen. Zusätzlich soll er sich das Mittel auf dem Schwarzmarkt besorgt haben. Nach Angaben der Gerichtsmediziner starb Perry an den Auswirkungen des Ketamin-Konsums. Hinzu kamen unter anderem eine Herzkrankheit und die Auswirkungen eines Mittels zur Behandlung von Opioid-Abhängigkeit. Sein Tod wurde als Unfall eingeordnet.Schwere Vorwürfe gegen Ärzte und Dealer
Tod im Whirlpool
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Arzt nach Matthew Perrys Tod zu Hausarrest verurteilt
«Friends»-Star Matthew Perry hatte Narkosemittel im Blut, als er starb. Die Spur führte zu Ärzten und Mittelsmännern. Nun wird ein Mediziner verurteilt - eine Gefängnisstrafe bleibt ihm aber erspart.
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