Der luxemburgische Großherzog Henri (69) bereitet das Land auf einen Wechsel an der Spitze des Staates vor. Henri teilte die bevorstehende Ernennung seines Sohnes Guillaume (42) zu seinem offiziellen Stellvertreter mit. Die Bestellung von Erbgroßherzog Guillaume zum «Lieutenant-Représentant» werde im Oktober erfolgen. Dieser Titel eines «Statthalters» des Staatsoberhauptes wird in Luxemburg üblicherweise vor einem Wechsel auf dem Thron verliehen. «Ich wünsche ihm von ganzem Herzen mit all meiner Liebe und all meinem Vertrauen eine glückliche Hand», sagte Großherzog Henri einer Mitteilung des Palasts zufolge. Henri war zweieinhalb Jahre vor der Abdankung seines Vaters Jean «Lieutenant-Représentant» geworden. Großherzog Henri ist seit dem 7. Oktober 2000 Staatschef des zweitkleinsten Landes der Europäischen Union. Erbgroßherzog Guillaume ist seit Oktober 2012 mit Prinzessin Stéphanie verheiratet, einer belgischen Gräfin. Die beiden haben zwei Söhne. Luxemburg ist seit 1815 ein Großherzogtum. 1890 erklärte es seine Unabhängigkeit, womit die Personalunion mit den Niederlanden endete. Großherzog Henri hat bisher nicht mitgeteilt, wann er sein Amt abgeben will. Luxemburg ist das einzige Großherzogtum der Welt und zählt rund 660.000 Einwohner.
Bildnachweis: © Bernd von Jutrczenka/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Luxemburgs Großherzog bereitet Amtsübergabe vor
Ein kleines Land wird einen neuen Großherzog bekommen. Der amtierende Monarch von Luxemburg bereitet die Öffentlichkeit auf seinen Abschied vor. Mit einer eindeutigen Entscheidung.
Meistgelesene Artikel
Schock im oberbayerischen Schongau: Bei einer mutmaßlichen Amoktat an einem Gymnasium werden zwei Mädchen schwer verletzt. Und es hätte wohl alles noch schlimmer kommen können.
Offizielle IKEA Pressemitteilung
Weitere Artikel derselben Kategorie
Es gilt als «Wunder vom Hudson» - mit einer spektakulären Notlandung auf dem Hudson River verhinderte US-Pilot Chesley Sullenberger eine Katastrophe. Nun gibt «Sully» eine Alzheimer-Diagnose bekannt.
- 14. Juli 2026
Aufzüge stürzen auf Baustelle in Brüssel ab - Sechs Tote
Ein Gebäude in der Innenstadt Brüssels wird umgebaut, Hunderte Arbeiter sind vor Ort. Dann bricht ein Feuer aus, zwei Aufzüge stürzen in die Tiefe. Sechs Menschen sterben. Viele Fragen sind offen.
Ein Verteilerkasten der Deutschen Bahn brennt zwischen Hamburg und Cuxhaven, Signalleitungen werden beschädigt. Die Folge: Züge fahren dort vorerst nicht mehr. Die Polizei hat einen Verdacht.










