Sie ist etwas zerkratzt, fast schon ein wenig lädiert – und dennoch legendär: In Paris kommt bei Sotheby’s jene Handtasche unter den Hammer, die als Urmutter aller sogenannten It-Bags gilt – Handtaschen, die als begehrte Mode- und Statussymbole stehen. Ein Schätzpreis wurde nicht genannt. Doch unter Sammlern wird bereits spekuliert, dass sie an diesem Donnerstag (10. Juli) einen Rekordpreis erzielen könnte. Die erste Birkin Bag wurde 1984 gemeinsam mit der britischen Schauspielerin und Sängerin Jane Birkin (1946-2023) entworfen und ist weniger ein Accessoire als ein Stück gelebter Mythos. Sie ist aus einer zufälligen Begegnung zwischen Birkin und dem ehemaligen Chef der Luxusmarke Hermès, Jean-Louis Dumas, entstanden. Die Geschichte ist längst Legende: Birkin reiste 1984 mit ihrer Tochter Charlotte in einem Flugzeug von Paris nach London, als der Inhalt ihres Weidenkorbs versehentlich auf den Schoß von Dumas kippte. Birkin, die ihre Handtaschen stets als zu klein empfand, brachte den Hermès-Chef zum Nachdenken – und inspirierte ihn zu einer Tasche, die groß genug, praktisch und zugleich elegant war. Für die Sotheby’s-Expertin Morgane Halimi hat sich die Original-Birkin-Tasche zu einem Popkultur-Phänomen entwickelt, das Luxus in besonders raffinierter Form verkörpert. Tatsächlich ist dieses Modell ein echtes Unikat: Es wurde von Hand gefertigt, besitzt einen Schulterriemen (eine Idee, die später wieder verworfen wurde), ist besonders tief gestaltet, mit Messingbeschlägen versehen und enthält sogar einen eingebauten Nagelknipser.Legende eines Mode-Mythos
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Ikone mit Patina: Die erste Birkin Bag wird versteigert
Sie begann als Zufallsentwurf über den Wolken und wurde zur begehrtesten Handtasche der Welt - nun kommt die Original-Birkin unter den Hammer. Wird sie zur teuersten Tasche, die je versteigert wurde?
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