Das Europäische Parlament will ein Verbot für bestimmte KI-Systeme, die künstliche Nacktbilder generieren können. Die Abgeordneten sprachen sich in Brüssel mit großer Mehrheit für ein Verbot von sogenannten Nudifier-Systemen aus, die Künstliche Intelligenz verwenden, um Bilder zu erstellen oder zu manipulieren, die sexuell explizit oder intim sind und einer identifizierbaren realen Person ähneln, ohne dass diese zugestimmt hat. KI-Systeme, die ihre Nutzer daran hindern, solche Bilder ohne Einwilligung zu erstellen, sollen nicht verboten werden. Bevor ein solches Verbot wirksam würde, muss erst eine Einigung mit den EU-Mitgliedstaaten getroffen werden. Die Staaten hatten sich vor kurzem für ein ähnliches Verbot ausgesprochen. Die Europäische Union hat bereits im Mai 2024 eine Richtlinie verabschiedet, die die nicht einvernehmliche Weitergabe von intimem oder manipuliertem Material - einschließlich Deepfakes - als strafbare Form von Cybergewalt einordnet. Die EU-Staaten müssen die Vorschriften bis Mitte Juni 2027 in nationales Recht umsetzen. Die Bundesregierung arbeitet seit einiger Zeit an einer Änderung im Strafgesetzbuch zum Thema digitale Gewalt. So soll unter anderem die unerlaubte Herstellung und Verbreitung von Nacktbildern und von KI-manipuliertem Material - sogenannte Deepfakes - bestraft werden.EU hat bereits beschlossen: Deepfake-Weitergabe strafbar
Bildnachweis: © Marcus Brandt/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
EU-Parlament will KI für Nacktbilder verbieten
Kampf gegen Deepfakes: Die Abgeordneten des Europäisches Parlaments wollen KI-Systeme, die sexuell eindeutige Bilder oder Videos erstellen können, verbieten. Spruchreif ist das noch nicht.
Meistgelesene Artikel
- 30. April 2026
CSU-Kreisverband Ingolstadt zum Austritt von Dr. Dorothea Deneke-Stoll aus Partei und Fraktion
CSU Kreisverband Ingolstadt Pressemitteilung
- 29. April 2026
REWE Center Familie Schmidt: Kinder gestalten neuen Lieferwagen für die Tafel Manching
Ein Projekt aus der Mitte der Region – initiiert vom REWE Center Familie Schmidt.
Passagiere des Kreuzfahrtschiffs «Hondius» kehren nach Deutschland und andere Länder zurück. Ist eine Verbreitung des auf dem Schiff aufgetretenen Hantavirus-Typs zu befürchten? Experten entwarnen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 17. Mai 2026
Wenn Feuerwehren umsonst ausrücken
Brandmeldeanlage können Leben retten und Betriebe vor hohen Schäden bewahren. Doch manchmal schlagen sie grundlos Alarm. Das bleibt nicht ohne Folgen.
- 17. Mai 2026
Traumwelt in der Manege - 50 Jahre Circus Roncalli
Artisten, Clowns und ganz viel Nostalgie: Eines der bekanntesten Zirkus-Unternehmen Deutschlands feiert Jubiläum. Gründer Bernhard Paul über den Geruch von Sägemehl und seinen Wunsch-Spielort.
Kein Impfstoff, eine heikle Sicherheitslage und Menschen auf Wanderschaft. Warum der Ebola-Ausbruch laut WHO ein «außergewöhnliches Ereignis» von internationaler Tragweite ist.










