3. Juni 2026 / Aus aller Welt

Bonner Nordbrücke bis auf weiteres voll gesperrt

Eine wichtige Ost-West-Autobahnbrücke ist ab sofort dicht: Wegen Schäden am Tragwerk sperrt die Autobahn GmbH die A565-Rheinbrücke Bonn-Nord.

Die Bonner Nordbrücke ist bereits seit Februar für schwere Lkw gesperrt. (Archivbild)

Eine wichtige Autobahnbrücke über den Rhein bei Bonn ist wegen neu entdeckter Schäden am Tragwerk bis auf weiteres komplett für den Verkehr gesperrt worden. Aktuelle Prüfungen hätten strukturelle Schäden am Tragwerk ergeben, teilte die Autobahn GmbH zur Begründung mit. Die Brücke im Verlauf der Autobahn 565 zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen der Region.

«Die Sicherheit der Menschen, die täglich über diese Brücke fahren, ist nicht verhandelbar», sagte Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH. Die Sperrung werde erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in der Region haben. «Wir haben in enger Abstimmung mit den Behörden Ausweichrouten vorbereitet.» 

Es würden nun technische Möglichkeiten geprüft, mit denen die Brücke wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. «Eine abschließende Bewertung kann erst nach Abschluss der Untersuchungen erfolgen. Bis dahin bleibt die Brücke gesperrt.» 

Sperrung betrifft auch weitere Abschnitte der A565

Die Sperrung betrifft nicht nur die Brücke selbst, sondern auch mehrere Autobahnverbindungen im Raum Bonn. Dadurch fallen wichtige Verbindungen zwischen den Autobahnen A59 und A565 weg. So sind in Fahrtrichtung Koblenz keine Überfahrten mehr von der A59 aus Köln und Königswinter auf die A565 möglich. In Gegenrichtung sind im Kreuz Bonn-Nord sämtliche Verbindungen auf die A565 nach Siegburg gesperrt.

Bereits seit Februar gilt auf der Brücke ein Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen. Bis dahin fuhren dort täglich rund 100.000 Fahrzeuge über den Rhein, davon gut fünf Prozent Schwerlastverkehr. 

Bei Überprüfungen waren zahlreiche Schäden an dem Bauwerk aus den 1960er Jahren festgestellt worden. Der geplante Neubau soll nach früheren Angaben frühestens in den 2030er Jahren beginnen.


Bildnachweis: © Thomas Banneyer/dpa
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