3. Oktober 2022 / Aus aller Welt

Auto fährt in Bushaltestelle - Fünf Tote in Bratislava

Ein Auto kracht in die Wartenden an einer zentralen Bushaltestelle in Bratislava. Der Fahrer war nach Polizeiangaben alkoholisiert. Politiker fordern nun hohe Strafen.

Polizisten an der Unfallstelle an einer Bushaltstelle in der slowakischen Hauptstadt Bratislava.

Ein Auto ist im Zentrum der slowakischen Hauptstadt Bratislava in eine Bushaltestelle gefahren - mindestens fünf Menschen sind dabei gestorben.

Ein Patient schwebe noch in Lebensgefahr, teilte die Polizei am Montagnachmittag mit. Bei vier weiteren Verletzten stuften die Ärzte den Gesundheitszustand als nicht mehr kritisch ein. Bei dem Unglück in der Nacht zum Montag starben demnach vor allem Studierende, die mit dem Bus in ihre Internate fahren wollten. Laut Polizei war der Fahrer alkoholisiert.

An der Haltestelle am Rande der historischen Altstadt hatten sich nach Polizei-Angaben zahlreiche Menschen befunden, die auf Linienbusse in Richtung des südlich der Donau gelegenen bevölkerungsreichsten Stadtteils Petrzalka warteten. Auf Fotos von der Unfallstelle war zu sehen, wie sich Rettungskräfte um Verletzte kümmerten. Die Bushaltestelle war weiträumig abgesperrt.

Der slowakische Polizeipräsident Stefan Hamran und Innenminister Roman Mikulec bestätigten Medienberichte, wonach der Autofahrer alkoholisiert gewesen sei. Ein Test habe 1,69 Promille Alkohol im Blut ergeben. Nach dem Unfall habe er sich obendrein aggressiv gegenüber Polizisten und Rettungskräften verhalten. Er wurde festgenommen. Den Berichten zufolge handelt es sich bei dem Mann um einen hohen Sportfunktionär. Sein Verband bestätigte dies nicht direkt, bedauerte das Geschehen aber in einer von der Nachrichtenagentur TASR veröffentlichten Erklärung.

Präsidentin Zuzana Caputova verband ihre Beileidserklärung mit dem Aufruf, beim Autofahren auf Alkohol zu verzichten, um nicht Unglück und Trauer zu verursachen. Auch andere Politiker sprachen in ihren Beileidserklärungen eine Alkoholisierung des Fahrers an.


Bildnachweis: © Martin Baumann/TASR/dpa
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