14. Mai 2025 / Aus aller Welt

Abor & Tynna treten im ESC-Finale gegen starke Songs an

Die ersten zehn freien Plätze im Finale des Eurovision Song Contest sind vergeben. Darunter sind schon einige Favoriten. Einer, der auch als Titelanwärter gehandelt wird, tritt Donnerstag auf.

Führen charmant und witzig durch die Sow: Hazel Brugger und Sandra Studer.

Das für Deutschland antretende Duo Abor & Tynna muss sich im Finale des 69. Eurovision Song Contest am Samstag in Basel gegen starke Konkurrenz behaupten. Im ersten Halbfinale sicherten sich wie erwartet einige Songs Finale-Tickets, die als Favoriten gehandelt werden. Dazu gehört Schweden mit dem ohrwurmträchtigen Sauna-Spaß-Song «Bara Bada Bastu». 

Auch Estland schaffte es. Tommy Cash nimmt in seinem Song «Espresso Macchiato» die Italiener auf die Schippe, die ihm das teils übel genommen haben. Sein Refrain: «No stresso, no stresso, it's gonna be espresso». Er überzeugte aber das Publikum, unter anderem mit seinen Tanzbeinen, die - nun - an Spaghetti erinnerten. Der deutsche Song «Baller» steht bei Wettbüros nicht unter den ersten zehn. 

Ebenso siegreich waren im ersten Halbfinale die Ukraine, die Niederlande, Norwegen, Albanien, Island, Polen, San Marino, Portugal und Estland. Ausgeschieden sind Slowenien, Belgien, Aserbaidschan, Kroatien, und Zypern.

Weiterer Favorit startet Donnerstag

Die für Deutschland antretenden österreichischen Geschwister Abor & Tynna können sich noch ausruhen. Sie treten zwar am Donnerstag im zweiten Halbfinale an, aber außer Konkurrenz. Als Vertreter eines der größten Länder beim ESC sind sie für das Finale automatisch gesetzt. 

Dort kämpfen 16 Länder um die letzten zehn Plätze in der Endrunde am Samstag. Darunter ist einer der Favoriten, der österreichische Countertenor JJ, ebenso wie die Israelin Yuval Raphael. Sie ist eine Überlebende der Terrorüberfälle auf Israel am 7. Oktober 2023.

Céline Dion macht es spannend

Ob die kanadische Sängerin Céline Dion noch auftritt, ist weiter offen. Sie hatte 1988 für die Schweiz gewonnen. Die Veranstalter spielten eine Videobotschaft von ihr ein, in der Dion sagt: «Es gibt nichts, was mir lieber wäre, als jetzt bei euch in Basel zu sein.» Dion ist aber sehr krank. Sie leidet am Stiff-Person-Syndrom mit schweren Muskelkrämpfen. Sie ging in der Videobotschaft nicht darauf ein, ob sie womöglich doch beim Finale dabei ist. Ein Auftritt hinge ohnehin von ihrer Tagesform ab.

Eine ganze Reihe Acts haben sich offenbar eine Scheibe bei Vorjahressieger Nemo abgeschnitten: wie der Schweizer in seinem Siegessong 2024 in Malmö schlugen viele auf der Bühne sirenenmäßig hohe Töne an, darunter die Vertreter der Ukraine und von Portugal, Belgien, Aserbaidschan und Zypern. Nicht alle überzeugten damit das Publikum in den 37 teilnehmenden ESC-Ländern, die per Telefon, SMS, App oder Online abstimmten. In Deutschland kostet so eine Stimmabgabe 20 Cent, in der Schweiz umgerechnet 1,28 Euro.

Während das Publikum auf das Ergebnis des Televotings wartete, präsentierten die Moderatorinnen Hazel Brugger und Sandra Studer einen klamaukartigen Song über die vielen Erfindungen der Schweiz, darunter das LSD und angeblich die Knoblauchpresse. Zum Schluss tanzten sie mit gigantischen Käsefondue-Gabeln auf der Bühne - ein Song, der definitiv kein ESC-Siegespotenzial hätte.


Bildnachweis: © Georgios Kefalas/KEYSTONE/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Leuchtender Himmel - Polarlichter über Deutschland zu sehen
Aus aller Welt

Ein Sonnensturm sorgt für Polarlichter über Deutschland. Er ist so stark, dass das Lichtspektakel vom Norden bis zu den Alpen zu sehen ist.

weiterlesen...
Schulausfall im Norden - Warnung vor extremer Lage
Aus aller Welt

Starker Schneefall bringt das öffentliche Leben in Teilen Deutschlands durcheinander. Die Situation dürfte sich laut Wettervorhersage am Freitag verschärfen.

weiterlesen...
Sturmtief Elli bringt noch mehr Schnee
Aus aller Welt

Viel Neuschnee, Schneeverwehungen und Glatteis: Ein Sturmtief steuert auf Deutschland zu. Spannend - und turbulent - wird es ab der Nacht zum Freitag.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Bahn-Katastrophe in Spanien: Deutsches Opfer unter 45 Toten
Aus aller Welt

Beim Zugunglück in Spanien stirbt auch eine Deutsche. Vier Tage nach der Katastrophe steigt die Zahl der Todesopfer weiter. Es gibt aber auch eine positive Nachricht: Es gibt keine Vermissten mehr.

weiterlesen...
Von deutscher Justiz gesuchter Mann in Portugal festgenommen
Aus aller Welt

Der Fall führt zurück ins Frühjahr 2023 nach Bayern: Portugiesische Ermittler fassen einen Mann, dem in Deutschland eine lange Haftstrafe droht.

weiterlesen...
Ein Toter bei Brand in Hamburger Pflegeheim
Aus aller Welt

Rund 100 Feuerwehrleute sind im Einsatz und bringen Bewohner aus dem Gefahrenbereich. Für einen Mann kommt jede Hilfe zu spät.

weiterlesen...