21. März 2023 / Aus aller Welt

20 Tote nach Überschwemmungen in der Türkei

Viele Menschen leben in den Erdbebengebieten der Türkei in Notunterkünften. Jetzt werden sie von heftigen Regenfällen heimgesucht.

Kinder gehen nach heftigen Regenfällen eine schlammige Straße in Sanliurfa entlang.

Nach den schweren Überschwemmungen der vergangenen Woche in einem ohnehin schon von den Erdbeben getroffenen Gebiet im Südosten der Türkei sind zwei weitere Leichen gefunden worden. Es handele sich um eine Frau und ihre einjährige Tochter, twitterte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am späten Montag. Sie seien in der Provinz Adiyaman entdeckt worden.

Das Hochwasser hatte ein Containerhaus weggespült, in dem die Frau und ihre Familie lebten. Die Zahl der Todesopfer stieg damit auf 20, wie die private Nachrichtenagentur Demirören berichtete. Die Suche nach den Vermissten sei nun abgeschlossen, schrieb die staatliche Nachrichtenagentur TRT.

Nur fünf Wochen nach dem verheerenden Erdbeben vom 6. Februar und vielen Nachbeben hatten die Wassermassen vergangene Woche eine bereits katastrophengebeutelte Region geflutet, in der Tausende Menschen in provisorischen Unterkünften wie etwa Zelten hausen. Mehrere Zelte mit Überlebenden der Beben wurden in Adiyaman und den Provinzen Şanlıurfa sowie Hatay nahe der Grenze zu Syrien überflutet.

Bei den Erdbeben, die auch Teile des Nachbarlandes Syrien erfassten, kamen allein in der Türkei mehr als 50.000 Menschen ums Leben. Rund zwei Millionen Menschen mussten in Notunterkünften wie Zelten und Containern untergebracht werden. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte kamen bei den Beben in ganz Syrien rund 6800 Menschen ums Leben.


Bildnachweis: © Ugur Yildirim/dia Images/AP/dpa
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