Die Zahl der Toten nach dem Einsturz des Dachs einer Diskothek in der Dominikanischen Republik ist auf mindestens 221 gestiegen. Weitere 189 Menschen seien nach dem Unglück aus den Trümmern gerettet und ins Krankenhaus gebracht worden, teilte der Leiter des Katastrophenschutzes, Juan Manuel Méndez, mit. Die Einsatzkräfte vor Ort suchten weiter nach Verschütteten. «Wir lassen niemanden zurück», sagte Méndez. Allerdings wurden seit Dienstagnachmittag (Ortszeit) keine Überlebenden mehr gefunden. Der Schwerpunkt des Einsatzes liege nun nicht mehr auf der Rettung von Überlebenden, sondern auf der Bergung von Leichen, teilte der Katastrophenschutz mit. Vor dem forensischen Institut in Santo Domingo warteten die Familien der Opfer auf die Identifizierung ihrer Angehörigen und die Freigabe der Leichen, wie die Zeitung «Listin Diario» berichtete. Die Stadtverwaltung stellte 150 Gräber auf dem Friedhof Cristo Redentor zur Verfügung, in denen die Familien ihre Angehörigen kostenlos bestatten können. In den Krankenhäusern wurden weiterhin zahlreiche Patienten behandelt. «Ich danke Gott, dass wir noch am Leben sind», sagte Marisol Chalas, die gemeinsam mit ihrem Mann aus den Trümmern gerettet wurde, der Zeitung «Diario Libre». «Es ist sehr hart, was wir durchgemacht haben. Wir haben viele Freunde verloren.» Was zu dem Unglück in dem beliebten Club «Jet Set» in der Hauptstadt Santo Domingo führte, ist noch immer unklar. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Dienstag kurz nach Mitternacht. Während eines Konzerts des populären Merengue-Sängers Rubby Pérez stürzte ein Teil des Dachs auf die Feiernden. Bei dem Unglück kam auch Pérez selbst ums Leben, der wegen seines Timbres «die höchste Stimme des Merengue» genannt wurde. Unter den Opfern waren auch die ehemaligen Baseball-Profis Octavio Dotel (51) und Tony Blanco (43), die unter anderem in der nordamerikanischen Profiliga Major League Baseball (MLB) spielten.Stadtverwaltung stellt Gräber zur Verfügung
Merengue-Konzert endet in Katastrophe
Bildnachweis: © Uncredited/Noticias SIN via AP/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Opferzahl nach Disco-Unglück in Santo Domingo steigt auf 221
Nach dem Einsturz des Dachs einer Diskothek in der Dominikanischen Republik werden weitere Tote in den Trümmern gefunden. Aus den Rettungsbemühungen ist ein Bergungseinsatz geworden.
Meistgelesene Artikel
- 20. Januar 2026
Leuchtender Himmel - Polarlichter über Deutschland zu sehen
Ein Sonnensturm sorgt für Polarlichter über Deutschland. Er ist so stark, dass das Lichtspektakel vom Norden bis zu den Alpen zu sehen ist.
- 8. Januar 2026
Schulausfall im Norden - Warnung vor extremer Lage
Starker Schneefall bringt das öffentliche Leben in Teilen Deutschlands durcheinander. Die Situation dürfte sich laut Wettervorhersage am Freitag verschärfen.
- 7. Januar 2026
Sturmtief Elli bringt noch mehr Schnee
Viel Neuschnee, Schneeverwehungen und Glatteis: Ein Sturmtief steuert auf Deutschland zu. Spannend - und turbulent - wird es ab der Nacht zum Freitag.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 22. Januar 2026
Bahn-Katastrophe in Spanien: Deutsches Opfer unter 45 Toten
Beim Zugunglück in Spanien stirbt auch eine Deutsche. Vier Tage nach der Katastrophe steigt die Zahl der Todesopfer weiter. Es gibt aber auch eine positive Nachricht: Es gibt keine Vermissten mehr.
- 22. Januar 2026
Von deutscher Justiz gesuchter Mann in Portugal festgenommen
Der Fall führt zurück ins Frühjahr 2023 nach Bayern: Portugiesische Ermittler fassen einen Mann, dem in Deutschland eine lange Haftstrafe droht.
- 22. Januar 2026
Ein Toter bei Brand in Hamburger Pflegeheim
Rund 100 Feuerwehrleute sind im Einsatz und bringen Bewohner aus dem Gefahrenbereich. Für einen Mann kommt jede Hilfe zu spät.










