Nach der Tötung und Enthauptung mehrerer stark bedrohter Elefanten auf der indonesischen Insel Sumatra hat die Polizei 15 mutmaßliche Mitglieder eines organisierten Wildererrings festgenommen. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, Elefanten erschossen und deren Stoßzähne für den illegalen Elfenbeinhandel entfernt zu haben. Auslöser der Ermittlungen waren ein Dutzend Elefantenkadaver, die seit 2024 im Bezirk Pelalawan in der Provinz Riau mit abgetrenntem Kopf gefunden wurden. Nach Angaben der Polizei soll das Netzwerk arbeitsteilig organisiert gewesen sein – mit Schützen, Helfern zum Abtrennen der Köpfe, Waffenlieferanten, Finanziers und Zwischenhändlern für den Verkauf des Elfenbeins. Drei weitere Verdächtige sind noch flüchtig. Im Falle einer Verurteilung drohen bis zu 15 Jahre Haft. Zum Umfang des sichergestellten Elfenbeins wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die seltenen Sumatra-Elefanten (Elephas maximus sumatranus) leben ausschließlich auf Sumatra, der sechstgrößten Insel der Welt, die südwestlich von Malaysia und Singapur liegt. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) führt die Unterart auf ihrer Roten Liste als «vom Aussterben bedroht». Nach Schätzungen der Naturschutzorganisation WWF leben heute schätzungsweise nur noch 2.500 bis 2.800 Exemplare in freier Wildbahn. Hauptursachen sind der massive Verlust ihres Lebensraums durch Abholzung für Palmölplantagen sowie Wilderei und Konflikte mit Menschen.Festgenommenen drohen 15 Jahre Haft
Bildnachweis: © Then Chih Wey/XinHua/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
15 Festnahmen nach brutaler Elefanten-Wilderei auf Sumatra
Weniger als 3.000 Sumatra-Elefanten gibt es noch. Nun wurden weitere getötet und geköpft. Elfenbeinhandel ist ein Riesengeschäft - aber jetzt gelang der Polizei ein Schlag gegen die Wilderer.
Meistgelesene Artikel
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
Tagsüber wird beim Christopher Street Day ausgelassen gefeiert, am Abend gibt es bei einem Angriff eine Tote und viele Verletzte. Was bisher über den mutmaßlichen Täter bekannt ist.
- 19. Juli 2026
Unbekannter attackiert Festbesucher – acht Verletzte
Blutige Nacht bei einem Dorffest: Ein Unbekannter verletzt mehrere Menschen, darunter einen 16-Jährigen. Der Täter kann in der Menge verschwinden - die Fahndung läuft.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. August 2026
Nach hohen Temperaturen kommen Abkühlung und Gewitter
Heiß und schwül, dann Blitz und Donner: Wo am Sonntag Unwetter drohen und wie sich das Wetter zum Wochenstart wandelt.
- 15. August 2026
Fortschritte bei Brandbekämpfung im Hürtgenwald
Im Hürtgenwald kämpfen 1.400 Einsatzkräfte gegen den größten Waldbrand der NRW-Geschichte. Dabei verzeichnet die Feuerwehr gute Fortschritte. Viel hängt jetzt vom Wind ab.
- 15. August 2026
Nach dem Erdbeben: Wo das Krankenhaus selbst Hilfe braucht
Während in Kolumbiens Großstadt Cali große Rettungsstrukturen arbeiten, sind kleinere Orte stärker auf Hilfe von außen und Solidarität angewiesen. Ein Krankenhaus ist selbst zum Notfall geworden.










