1. Oktober 2023 / Aus aller Welt

13 Bergleute sterben bei Einsturz einer Goldmine in Simbabwe

Armut treibt viele Menschen in Simbabwe dazu, ihr Glück beim illegalen Goldschürfen zu suchen. Einige von ihnen mussten beim Einsturz einer Mine mit dem Leben bezahlen

Bergleute helfen während des Rettungseinsatzes an einem eingestürzten Minenschacht in Chegutu.

Bei einem Minenunglück in Simbabwe sind nach Angaben der Regierung 13 Bergleute gestorben. Es gebe keine Hoffnung mehr, die nach dem Unglück am Freitag zunächst noch vermissten vier Menschen zu finden, sagte Simbabwes Vizepräsident Constantino Chiwenga am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Insgesamt waren 34 Bergleute beim illegalen Goldabbau verschüttet worden, als eine eigentlich stillgelegte Goldmine in Chegutu, etwa 100 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Harare, einstürzte.

Rettungsteams bargen 21 Überlebende und fanden neun Leichen. «Es war schwierig, sie aus dem eingestürzten Schacht zu bergen. Leider müssen wir uns mit der Tatsache abfinden, dass die vier noch vermissten Personen bereits tot sind», sagte Chiwenga.

Der Leiter der Katastrophenschutzeinheit, Nathan Nkomo, sagte der dpa, dass die Rettungsaktion durch das Fehlen geeigneter Mittel beeinträchtigt wurde. «Die Realität ist, dass wir nicht genug Ressourcen für diese Art von Situationen haben. Es hätten mehr Menschenleben gerettet werden können», sagte er.

Simbabwe hat eine lange Geschichte von Grubenunglücken. Das tödlichste ereignete sich im Jahr 1972, als bei einer Reihe von Explosionen unter Tage 427 Menschen ums Leben kamen. Das Land im südlichen Afrika mit rund 16 Millionen Einwohnern hat reiche Bodenschätze, darunter auch große Goldvorkommen. Simbabwes Wirtschaft befindet sich allerdings in einer schweren Krise mit hoher Arbeitslosigkeit und galoppierender Inflation. Armut treibt viele Menschen dazu, ihr Glück beim illegalen Goldschürfen zu suchen.


Bildnachweis: © Uncredited/AP
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Polarlichter bringen Deutschlands Nachthimmel zum Leuchten
Aus aller Welt

Polarlichter haben am Wochenende für ein buntes Spektakel am Nachthimmel über Deutschland gesorgt. Auslöser dafür war ein extrem starker Sonnensturm.

weiterlesen...
19-Jährige tot in Kofferraum - Verdächtiger festgenommen
Aus aller Welt

Eine 19-Jährige liegt tot in einem Kofferraum. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus. Ein Verdächtiger ist inzwischen festgenommen. Doch viele Fragen sind noch offen.

weiterlesen...
Internationaler Museumtag
Aktuelles aus der Region 10

Die Stadt lädt am Sonntag zum Internationalen Museumstag

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Neue «Euclid»-Bilder zeigen weit entfernte Galaxien
Aus aller Welt

Im Sommer vergangenen Jahres war «Euclid» gestartet - nun gibt es detailreiche Aufnahmen der europäischen Sonde zu bewundern. Auch bisher verborgen Gebliebenes ist darauf zu sehen.

weiterlesen...
Vermisste Zehnjährige lebend gefunden - Person festgenommen
Aus aller Welt

Eine in Ostwestfalen vermisste Zehnjährige wird nach mehreren Stunden im rund 80 Kilometer entfernten hessischen Fritzlar lebend gefunden. Die Polizei nimmt eine Person fest. Viele Fragen sind offen.

weiterlesen...
DLRG rettet 870 Menschen aus dem Wasser
Aus aller Welt

Schwimmen im Meer, in Seen und Flüssen ist gefährlich. 2023 haben DLRG-Rettungsschwimmer so viele Menschen aus dem Wasser geholt wie selten. Es gibt etwas, was ihnen Sorgen macht.

weiterlesen...