Der Landtagsabgeordnete Oskar Lipp (AfD), zuständig für die Region 10, hat der Staatsregierung eine Anfrage zu Angriffen auf christliche Einrichtungen und zur Entwicklung christenfeindlicher Straftaten gestellt. Die nun vorliegende Antwort zeigt konkrete Fallzahlen auf und sorgt für politische Diskussion.
Zahlen zu Angriffen und Straftaten
Nach Angaben der Staatsregierung wurden im Jahr 2024 231 Fälle von Sachbeschädigungen an Kirchen und Kapellen registriert. Zudem erfasste das Bundeskriminalamt 337 christenfeindliche Straftaten. Die Staatsregierung wertet diese Taten als ernstzunehmend, verweist jedoch darauf, dass die Ursachen und Hintergründe je nach Delikt unterschiedlich seien und nicht auf ein einheitliches Motivfeld zurückgeführt werden könnten.
Einschätzung von Oskar Lipp
Oskar Lipp bezeichnet die Zahlen als „erschreckend“ und sieht darin einen Hinweis auf eine wachsende Christenfeindlichkeit in Bayern. Besonders kritisch bewertet er, dass Kirchen teilweise außerhalb von Gottesdienstzeiten geschlossen würden, um Vandalismus vorzubeugen. Dies seien, so Lipp, „untragbare Zustände“.
Zudem wirft der Abgeordnete der Politik insgesamt vor, das Thema zu wenig zu thematisieren. Er verweist in diesem Zusammenhang auf einen Artikel der Bayerischen Staatszeitung vom 22. August 2025, in dem es heißt, dass bislang nur die AfD die Zahl christenfeindlicher Delikte regelmäßig abfrage.
Politischer Kontext
Die AfD steht in einem angespannten Verhältnis zu Teilen der Kirchen, vor allem im Zusammenhang mit migrationspolitischen Fragen. Lipp betont jedoch, dass diese Konflikte „auf Missverständnissen“ beruhten, die sich durch Dialog ausräumen ließen. Er unterstreicht, dass sich viele Parteimitglieder aus christlicher Überzeugung engagierten und daher das Gespräch zwischen Kirchen und AfD fortgesetzt werden solle.
Position der AfD
Abschließend erklärt Lipp, dass seine Partei christenfeindliche Angriffe konsequent benennen werde:
„Als AfD stehen wir klar zum Schutz unserer christlichen Tradition.“










