Freundeskreis Piuspark fordert konsequente Maßnahmen gegen Vandalismus
Der Freundeskreis Piuspark e. V. hat sich mit einem offenen Brief an Ingolstadts Oberbürgermeister Dr. Michael Kern gewandt. Darin schildert der Verein seine große Sorge über die zunehmenden Fälle von Vandalismus, Sachbeschädigung und mutwilliger Zerstörung im Piuspark.
Nach Angaben des Freundeskreises seien in den vergangenen Monaten immer wieder öffentliche Einrichtungen beschädigt, Sitzgelegenheiten zerstört und Anlagen mutwillig unbrauchbar gemacht worden. Besonders betroffen gemacht habe den Verein zuletzt die Verwüstung einer Toilettenanlage mit erheblichen Schäden sowie weitere Vorfälle, bei denen Sicherheits- und Rettungseinrichtungen entfernt und zweckentfremdet wurden.
Der Verein betont, dass diese Entwicklung insbesondere die zahlreichen Ehrenamtlichen treffe, die sich seit Jahren mit großem Engagement für den Piuspark einsetzen. Mit Veranstaltungen, Begegnungsangeboten und verschiedenen Aktionen trage der Freundeskreis dazu bei, den Park als Ort der Erholung, des Sports, der Kultur und des gesellschaftlichen Miteinanders zu erhalten.
In dem Schreiben begrüßt der Freundeskreis zugleich die aktuellen politischen Diskussionen über mögliche Maßnahmen zum besseren Schutz des Parks. Sowohl die Vorschläge der SPD zur Einführung eines kommunalen Ordnungsdienstes und zur Prüfung von Überwachungslösungen als auch Überlegungen aus den Reihen der CSU, den Piuspark stärker zu schützen, werden ausdrücklich positiv erwähnt.
Aus Sicht des Vereins sollten nun verschiedene Maßnahmen geprüft und möglichst zeitnah umgesetzt werden. Dazu zählen unter anderem ein kommunaler Ordnungsdienst mit regelmäßiger Präsenz im Park, eine private Sicherheitslösung als Übergangsmaßnahme, moderne Überwachungs- und Radartechnik an besonders betroffenen Bereichen, eine engere Zusammenarbeit zwischen Stadt, Polizei und Bürgerschaft sowie eine konsequente Verfolgung von Sachbeschädigungen.
Der Freundeskreis unterstreicht die Bedeutung des Piusparks als eine der wichtigsten Grün- und Freizeitanlagen Ingolstadts. Der Park sei Begegnungsstätte für Familien, Erholungsraum, Veranstaltungsort für Vereine und wichtiger Bestandteil der Lebensqualität im Ingolstädter Nordwesten. Deshalb verdiene er aus Sicht des Vereins einen deutlich besseren Schutz.
Abschließend appelliert der Freundeskreis an die Stadtverwaltung, den zahlreichen Diskussionen nun konkrete Entscheidungen folgen zu lassen. Symbolpolitik reiche nicht aus – erforderlich seien wirksame und zeitnah umgesetzte Maßnahmen, um den Piuspark dauerhaft zu schützen.
Offener Brief im Original
Offener Brief des Freundeskreises Piuspark an Herrn Oberbürgermeister Dr. Michael Kern
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
der Freundeskreis Piuspark wendet sich mit diesem offenen Brief an Sie, da die Situation im Piuspark inzwischen ein Ausmaß erreicht hat, das nicht länger hingenommen werden darf.
Seit Monaten häufen sich Fälle von Vandalismus, Sachbeschädigung und mutwilliger Zerstörung. Immer wieder werden Einrichtungen beschädigt, Sitzgelegenheiten zerstört, Einrichtungen missbraucht und öffentliche Anlagen unbrauchbar gemacht.
Zuletzt sorgten die Verwüstung einer Toilettenanlage mit Schäden in erheblicher Höhe sowie weitere mutwillige Beschädigungen im Park für große Bestürzung. Auch Vorfälle, bei denen Sicherheits- und Rettungseinrichtungen entfernt und zweckentfremdet wurden, zeigen eine besorgniserregende Entwicklung.
Besonders schmerzlich ist dies für die vielen Ehrenamtlichen, die sich seit Jahren mit großem Engagement für den Piuspark einsetzen. Der Freundeskreis organisiert Veranstaltungen, pflegt Begegnungen, schafft Gemeinschaft und trägt dazu bei, dass der Park weit mehr ist als eine gewöhnliche Grünfläche. Erst vor wenigen Tagen konnten wir beim Parksommer wieder erleben, wie viele Menschen den Piuspark als Ort der Erholung, des Sports, der Kultur und des sozialen Miteinanders schätzen.
Umso frustrierender ist es, wenn Teile dieses Engagements durch die Taten weniger Einzelner zunichtegemacht werden. Jeder zerstörte Gegenstand, jede beschmierte Anlage und jede beschädigte Einrichtung verursacht nicht nur finanzielle Kosten, sondern beschädigt auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Schutz und die Wertschätzung dieses besonderen Ortes.
Wir begrüßen daher ausdrücklich, dass sich inzwischen auch die Kommunalpolitik intensiv mit dem Thema beschäftigt. Die von der SPD öffentlich vorgestellten Vorschläge zur Stärkung eines kommunalen Ordnungsdienstes, zur Prüfung von Kamera- beziehungsweise Überwachungslösungen sowie zu konsequenteren Maßnahmen gegen Vandalismus und Vermüllung gehen in die richtige Richtung.
Auch die jüngsten Überlegungen aus den Reihen der CSU, den Piuspark stärker zu schützen und seine Bedeutung für die Lebensqualität im Ingolstädter Nordwesten hervorzuheben, unterstreichen die Notwendigkeit, Maßnahmen zu ergreifen.
Aus unserer Sicht sollten nun alle geeigneten Maßnahmen ergebnisoffen geprüft werden. Dazu gehören insbesondere:
der zeitnahe Aufbau eines kommunalen Ordnungsdienstes mit regelmäßiger Präsenz im Park,
die Prüfung einer privaten Sicherheitslösung als kurzfristige Übergangsmaßnahme,
der Einsatz moderner Überwachungs- und Radartechnik an besonders betroffenen Bereichen,
eine engere Zusammenarbeit von Stadt, Polizei und Bürgerschaft,
sowie eine konsequente Verfolgung und Ahndung von Sachbeschädigungen.
Der Piuspark ist eine der bedeutendsten Grün- und Freizeitanlagen unserer Stadt. Er ist Begegnungsraum für Familien, Rückzugsort für Erholungssuchende, Veranstaltungsort für Vereine, Lebensraum für Natur und wichtiger Baustein der Lebensqualität im dicht besiedelten Nordwesten Ingolstadts. Als grüne Oase verdient er deutlich mehr Aufmerksamkeit und Schutz, damit er seine vielfältigen Funktionen als öffentlicher Park erfüllen kann – und nicht auf die Rolle einer einfachen Grünfläche reduziert wird, die vernachlässigt werden kann.
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, wir erhoffen uns keine Symbolpolitik. Wir erwarten konkrete, wirksame und zeitnah umgesetzte Maßnahmen. Die Bürgerinnen und Bürger, die Vereine und die vielen ehrenamtlich Engagierten haben ein Recht darauf, dass ihr Einsatz geschützt wird.
Wir verbinden diesen Brief mit der Hoffnung, dass den zahlreichen Diskussionen, Ankündigungen und Vorschlägen nun konkrete Entscheidungen folgen. Der Piuspark braucht Schutz – und zwar jetzt!
Mit freundlichen Grüßen
für den Freundeskreis Piuspark e. V.
die Vorstandschaft
Jutta Materna
Klaus Iffland
Ulrich Linder










