AfD-Fraktion fordert gezielte Anwerbung von Kita-Fachkräften aus Ostdeutschland
Ingolstadt – Die AfD-Stadtratsfraktion Ingolstadt hat einen Antrag in den Stadtrat eingebracht, in dem sie die Stadt auffordert, gezielt um qualifiziertes Fachpersonal für Kindertagesstätten aus den neuen Bundesländern zu werben. Ziel sei es, dem anhaltenden Personalnotstand in der Kinderbetreuung vor Ort entgegenzuwirken.
Konkret schlägt die Fraktion vor, eine Werbekampagne zu entwickeln, die sich an potenzielle Fachkräfte in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen richtet. Die Stadtverwaltung solle hierzu eine entsprechende Strategie erarbeiten und über geeignete Kanäle verbreiten.
Zur Begründung verweist die AfD auf Medienberichte, wonach der Rückgang der Geburtenzahlen in den östlichen Bundesländern bereits zur Schließung zahlreicher Kindertageseinrichtungen geführt habe. So würden etwa in Leipzig rund 4.000 Kita-Plätze nicht mehr benötigt, in Halle sei ein Einstellungsstopp verhängt worden, und in Weimar sollen bis zum kommenden Jahr rund 500 Kita-Plätze abgebaut werden.
„Mit der gezielten Anwerbung kann diesen gut ausgebildeten Fachkräften eine berufliche Perspektive geboten werden – und gleichzeitig die personellen Engpässe in Ingolstädter Kitas entschärft werden“, heißt es im Antrag.
Unterzeichnet wurde der Antrag von den AfD-Stadträten Oskar Lipp (MdL), Lukas Rehm (MdB), Günter Schülter und Ulrich Bannert. Die Fraktion spricht sich für eine zügige Umsetzung aus, um der angespannten Personalsituation in der frühkindlichen Betreuung wirksam begegnen zu können.










